“Gschlampertes Verhältnis” ist nicht gleich “Leben in Sünde”

02.09.08 von fiona · Kommentar abgeben

geschlampertes verhältnisDen Ausdruck gschlampertes Verhältnis kennen bestimmt nur Singles in Bayern. Als gschlampertes Verhältnis wird eine Beziehung bezeichnet, in der zwei Menschen ohne Trauschein, also nicht in sogenannten “geordneten Verhältnissen” leben. Das gschlamperte Verhältnis wird zwar inzwischen sogar im konservativen Bayern weithin akzeptiert (obwohl Singles in Bayern ab und zu immer noch den argwöhnischen Blicken der Nachbarn ausgesetzt sind), aber viele Gerüchte über unverheiratete Paare halten sich trotzdem.

Die Meinung, dass Paare, die vor der Hochzeit bereits zusammen gelebt haben, später ein erhöhtes Scheidungsrisiko haben, ist weit verbreitet. Dahinter steckt der Gedanke, dass ein “Leben in Sünde” eine allgemein lockere Einstellung zur Beziehung vermuten lässt und diese somit weniger stabil sein muss. Eine amerikanische Studie hat jetzt aber gezeigt, dass Beziehungen sogar von einem gschlamperten Verhältnis vor der Ehe profitieren können. Die Scheidungsrate sinkt erheblich bei Paaren, die vor der Ehe zusammen gelebt haben. Bei Paaren, die vorher in mehreren Beziehungen mit anderen Partnern zusammen gelebt hatten, war die Rate immerhin nicht erhöht.

Also, Singles in Bayern und anderswo: zelebrieren sie das gschlamperte Verhältnis und testen Sie ihre Beziehung erstmal auf Alltagstauglichkeit, denn heiraten können Sie dann immer noch – und dann sogar länger verheiratet bleiben!

>>>> Wenn Sie jetzt noch jemanden suchen, mit dem Sie die wilde Ehe testen können, versuchen Sie’s mal bei be2!

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