Umweltfreundlich heiraten: 12 Tipps für eine umweltfreundliche Hochzeit
Der Öko-Blog Treehugger, der sich täglich mit allen Facetten des umweltfreundlichen Lebens beschäftigt, hat uns mit seinem Beitrag über un-umweltfreundliche Hochzeiten auf eine Idee gebracht: Wie könnte den eine möglichst umweltfreundliche Hochzeit aussehen?
Hier die besten Tipps für alle, die umweltfreundlich heiraten wollen:
- Die umweltfreundliche Hochzeit geht schon bei den Einladungen los: Ihre Hochzeitseinladungen sollten Sie selbstverständlich auf Recycling-Papier drucken lassen oder, noch umweltfreundlicher, von Hand schreiben. Keine Angst – mit dem braunen, fasrigen Zeug, das wir noch aus der Schulzeit kennen, hat Recycling-Papier heute nichts mehr zu tun. Entweder ist Recycling-Papier gar nicht mehr als solches erkennbar oder es macht die Öko-Not zur Tugend und glänzt mit eingearbeiteten Blütenblättern als Öko-chic.
- Extrapunkte gibt es, wenn Sie die Einladungen zur Hochzeit von Hand überreichen, dann sparen Sie sich nicht nur das Porto, sondern auch das CO2, das die Post verursacht.
- Bei der Suche nach der perfekten Hochzeitslocation sollten Sie daran denken, dass eine umweltfreundliche Hochzeit möglichst vielen Hochzeitsgästen eine möglichst kurze Anreise erlaubt. Dann haben Sie nicht die hohe CO2-Bilanz Ihrer Gäste auf dem Gewissen und die freuen sich, dass sie keinen weiten Weg zurück legen müssen.
- …und da die meisten Gäste nach der Hochzeit vielleicht nicht heim fahren können oder wollen, sollten Sie auch darauf achten, dass in der Nähe der Hochzeitslocation genügend Unterkünfte in allen Preislagen verfügbar sind. So können alle nach einer langen Nacht glücklich ins Bett fallen und müssen sich nicht hinters Steuer setzen.
- Bei der Suche nach dem Hochzeitskleid wird es schon schwieriger. Die meisten Brautmoden-Hersteller haben mit Öko nichts am Hut und umweltfreundliche Hochzeitskleider sind relativ schwer zu finden. Es gibt zwar einige Hersteller, die auf umweltfreundliche Hochzeitskleider spezialisiert sind, aber die sitzen in USA, was durch den Versand wieder einen negativen Effekt auf Ihre umweltfreundliche Hochzeit hätte. Es gibt allerdings eine Alternative, die jeder Braut ein Öko-Hochzeitskleid ermöglicht: second hand. In second hand Läden und beim Online-Auktionshaus Ihres Vertrauens finden sich garantiert jede Menge gebrauchte Brautkleider und bestimmt ist auch eines für Ihren Geschmack dabei. Manche Kleider sind durchaus günstiger, aber meist in einwandfreiem Zustand (weil nur einmal getragen), andere können unter dem Trendbegriff “vintage couture” gerne mal 4-5stellige Beträge kosten. Sicher ist, dass Sie mit einem gebrauchten Brautkleid umweltfreundlich heiraten!
- Wenn Sie absolut auf ein neues Kleid bestehen (was an Ihrem Hochzeitstag Ihr gutes Recht ist), dann versuchen Sie eins zu finden, dass Sie danach zu anderen Anlässen tragen können, indem Sie es kürzen, färben oder anderweitig ändern lassen. Sie können es natürlich auch verkaufen und so einer anderen Braut eine umweltfreundliche Hochzeit ermöglichen.
- Die grösste Verschwendung sind Hochzeitsgeschenke, für die ein Gast Geld ausgegeben hat, die dann aber im Keller verstauben, weil Sie nichts damit anfangen können. Das lässt sich leicht vermeiden, wenn Sie einen Hochzeitstisch einrichten – mit Dingen, die Sie für Ihr gemeinsames Leben wirklich brauchen.
- Bei der Hochzeitsdeko kann man besonders leicht Öko-Punkte sammeln – ohne dabei ästhetische Kompromisse eingehen zu müssen. Billige Paraffin-Kerzen können zum Beispiel Giftstoffe enthalten, Bienenwachskerzen dagegen sehen mindestens genauso schön aus und duften auch noch wunderbar!
- Topfpflanzen statt Schnittblumen. Gut, beim Brautstrauß funktioniert das nicht, aber für die Tischdeko ist es doch zu schade, alles mit Blumen vollzustellen, die am nächsten Tag weggeworfen werden. Topfpflanzen dagegen können Sie am Ende des Abends ihren Gästen mitgeben. Besonders schön sind Gerbera, die nicht nur in zig Farben erhältlich sind, sondern sich nachher auch besonders gut in Balkonkästen oder in den Garten umpflanzen lassen, wo Sie oder Ihre Gäste noch mehrere Jahre eine Freude daran haben. Umweltfreundlicher geht’s nicht.
- Tischkärtchen aus Papier? Suchen Sie lieber nach einer originellen Art, Fundstücke oder “Müll” als Platzkarten zu benutzen. Wie wäre es mit beschrifteten Sektkorken, Muscheln oder Kastanien? Oder sie schreiben den Namen der Gäste auf etwas Essbares, wie Kekse. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sie schaffen eine individuelle, kostengünstige Alternative zu den normalen, wenig umweltfreundlichen, Platzkarten.
- Bio-Essen und Bio-Wein: Wenn Sie Ihren Gästen Bio-Essen (idealerweise fleischfrei) und Bio-Wein aus der Region servieren lassen, tun Sie der Umwelt einen Riesengefallen. Denn dann fallen nicht nur Pestizide und chemische Zusatzstoffe weg, sondern auch die CO2-Belastung für den Transport.
- A propos Essen. Am Ende bleibt immer etwas übrig, aber sorgen Sie wenigstens dafür, dass die Reste nicht verschwendet werden, sondern an Tafeln in Ihrer Nähe gespendet werden.
Bei der Recherche haben wir diese Buch entdeckt, das bestimmt noch viele weitere Tipps und Tricks für Ihre umweltfreundliche Hochzeit enthält:
Grün Heiraten! 100 Tipps für die umweltfreundliche Hochzeit

Das meint ihr nicht ernst?
Die eigene Hochzeit, da muß sowieso an so vieles denken und dann noch solch Regeln?