Wenn der Mann Kinder in die Beziehung mitbringt
Traditionell stellt man sich eine Beziehung so vor: verliebt, verlobt, verheiratet, irgendwann das erste Kind und perfekt ist die Kleinfamilie. In Zeiten steigender Scheidungsraten und vermehrter Patchworkfamilien ist das aber selten die Realität und die perfekte Beziehung ist immer öfter eine Konstellation, die man sich gar nicht hätte vorstellen können.
Eine Rolle, die vermehrt vorkommt, aber ihr negatives Image nicht so recht los wird, ist die der Stiefmutter. Genauso wie bei “Schwiegermutter”, denkt man sich bei “Stiefmutter” das “böse” fast automatisch dazu.
Dabei ist eine Stiefmutter nichts anderes als eine Frau, die sich in einen Mann mit Kindern verliebt hat und daraus eine funktionierende Beziehung macht. Dass das möglich ist, beweisen viele gückliche Beziehungen, die mit Mann, Frau und den Kindern des Mannes bestens funktionieren.
Wichtig ist dabei, nichts zu erzwingen. Man muss sich erst richtig kennenzulernen, anstatt die Kinder vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die Beziehung allein von der Reaktion der Kinder abhängig zu machen, ist Unsinn, denn der Mann hat ein Recht auf sein privates Glück, aber er sollte seinen Kindern zu verstehen geben, dass ihm ihre Akzeptanz wichtig ist.
Das Wort Stiefmutter sollte man gleich aussen vor lassen, denn es impliziert, dass die Mutter ersetzt werde soll und es ist, völlig zu unrecht, negativ belastet. Wie man auf diesem Foto sieht, haben auch Stiefmütter(chen) ein Herz!
Grafik: © PIXELIO / snuesch
