Zwischen Romantik und Wahn – oft ein schmaler Grat

06.04.09 von fiona · 1 Kommentar

Die Grenze zwischen Romantik und Wahn ist nicht besonders deutlich und leicht zu überschreiten, das wussten schon die Literaten der deutschen Romantik. Schön illustriert wird das in folgendem Video – oder vielmehr in den unterschiedlichen Reaktionen, die es ausgelöst hat. Aber sehen Sie erst selbst, was Sie von der kleinen Liebesgeschichte halten:

Eine Freundin schickte mir den Link zu diesem Video mit dem Kommentar: “was fürs herz – so schöön ist das!” Für sie war es also herzergreifende Romantik.

Mein erster Gedanke war weniger an Romantik, sondern eher an Wahn. Eine Frau, die immer wieder heimlich Fotos von einem Mann im Zug macht? Sogar während er schläft? Creepy! Ein Mann, der ihre privaten Fotos durchwühlt, um sie ausfindig zu machen? Stalking! (Und wieso fotografiert die sich eigentlich ständig selbst? Eitel!)

Da sieht man also mal wieder, wie fein die Grenze zwischen Romantik und Wahn sein kann – und sie liegt eben auch im Auge des Betrachters.

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Kommentare

1 Kommentar zu “Zwischen Romantik und Wahn – oft ein schmaler Grat”
  1. Ute sagt:

    … Und es erinnert mich auch sehr an Murakamis wunderschönste aller Geschichten: “Als ich eines Morgens im April das 100%ige Mädchen sah”.

    Was lernen wir daraus: Einfach mal mutig sein, direkt ansprechen und man erspart sich im Nachhinein viel Aufwand!

    Ist es nicht romantischer Wahnsinn;)

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