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Barcamp München 2010 - Tag 2

Der Sonntag ist ja bekanntlich immer der gehaltvollere Tag, was die Sessions anbelangt. Dieses Jahr traf das gleiche auch auf das Barcamp-Frühstück zu: Zuckerfrühstück Nachdem sich alle vom Zuckerschock erholt haben, startete die Sessionplanung mit einiger Verspätung. Am 10.10. um 10:10* sah der Sessionplan jedenfalls noch so aus:

Sessionplanung

Ich nutzte die Gunst der (ersten, für mich wenig interessantes bietende) Stunde, um eine eigene Session zu halten und mein zweiter Barcamp-Tag lief dann so:
  1. Messbarkeit von Social  Media Ich habe, am Beispiel der be2-Blogs, der Facebook-Pages be2 und Love und der be2 Twitter-Accounts erklärt, wie man Social Media im Unternehmen messen und skalieren kann. Wie immer habe ich mich gefreut, dass so viele Teilnehmer interessiert waren. Das ist für mich einer der schönsten Aspekte von Barcamps: dass die Leute bereit sind, sich einfach mal darauf einzulassen, was ein absoluter Nicht-Experte, Nicht-Thought Leader und Nicht-Early Adopter Ihnen zu erzählen hat. Könnte ja interessant sein. Oder auch nicht, einfach mal schaun. Danke für diesen Vertrauensvorschuss :) Ich habe auch wieder die Erfahrung gemacht, dass die Leute in meinen Sessions immer recht wenig zu sagen haben. Sie geben zwar den einen oder anderen Kommentar ab und stellen auch mal eine Frage, aber eine lebhafte Diskussion wie in anderen Sessions bringe ich nie zustande. Ich würde mich sehr über Feedback und vielleicht die eine oder andere Anregung freuen, wie sich das ändern lässt! An der Qualität der Session liegt es dem Vernehmen nach wohl nicht? Die Session in der Kurz-Zusammenfassung:
    • Im Unternehmen muss man den Nutzen von Social Media fast immer mit Zahlen belegen.
    • Mögliche KPIs (Key Performance Indicators) sind positive Auswirkungen auf SEO, Traffic, Conversion, Reputation und Brand.
    • Der monetäre Wert, den man diesen Punkten zumisst, wird als allgemeingültiger Durchschnittswert festgelegt (z.B. der Wert eines Links, eines Tweets, eines Likes, etc). Natürlich hat die Zuweisung einer Zahl immer etwas leicht willkürliches, aber man zieht man diese nicht aus der Luft, sondern sie basiert auf realistischen Berechnungen und Erfahrungswerten.
    • Man kann nicht lückenlos tracken, aber man kann verschiedene Statistiken aus Insights, bit.ly, Analytics und SiteCatalyst überlagern, um Zusammenhänge zu erkennen.
    • Manche Inhalte bringen für einen KPI (zum Beispiel Traffic) sehr gute Resultate und gleichzeitig für einen anderen KPI (zum Beispiel Conversion) gar nichts). Man muss anpassen, kombinieren und probieren, um das richtige Ergebnis zu erhalten.
    • Auf unterschiedlichen Kanälen findet sich unterschiedliches Publikum. Man muss den Content dem Publikum anpassen, aber auch erkennen, auf welchen Plattformen die Zielgruppe überhaupt nicht aktiv ist.
    • Wenn die Zahlen zeigen, dass ein bestimmter Kanal nicht funktioniert, dann muss man auch bereit sein, seine Strategie zu ändern oder diesen Kanal einzustellen.
  2. Spiegeleier und Spinat Nach der eigenen Session erstmal Verschnaufpause in der unterhaltsamen Session von Michael Praetorius, der uns sehr anschaulich (und amüsant) erklärt hat, wie man moderieren lernt.MittagessenBarcamp Praetorius hat nicht nur diese, sondern auch viele andere Sessions für seinen Isarrunde-Blog mitgeschnitten.
  3. Mittagessen Leider gab es keine Spiegeleier mit Spinat (das nenn ich mal irreführende Werbung). Das Mittagessen war trotzdem lecker, vor allem auch, weil wieder mit viel Rücksicht auf die Vegetarier gekocht wurde: Gemüsecurry. Nach dem Essen war noch Zeit für einen Fototermin - Gruppenfoto mit Handtuch* - und eine kurze Pause in der Sonne.
  4. barcampmittagspause
  5. Facebook Tools Der zweite Teil der Facebook Session fiel wesentlich detaillierter, anschaulicher und informativer aus als die überfüllte Session vom Vortag. Philipp vom Facebook Marketing Blog hatte diesmal auch die Chance,im Detail auf Neuerungen wie Places und New Groups einzugehen und zu zeigen, wie man sie privat und im Unternehmen nutzt.
  6. Online Visibility Konkret Auch diese Session sollte an eine Session vom Vortag anknüpfen, allerdings eher in Form einer offenen Diskussionsrunde. Einige Selbstständige haben sich über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Plattformen ausgetauscht und gaben Tipps, wie man seine Online-Präsenz so nutzt, dass man 1. sichtbar ist und 2. sich damit positiv darstellt. Der beste Input kam eindeutig von Tobias Schlosser alias @tornedo: 1. Aktualität und Aktivität sticht "Professionalität" - obwohl sein Namensvetter viel mehr Mühe invertiert, um mit seinen Büchern in den Suchergebnissen aufzutauschen, kann der sehr aktive @tornedo Twitter-Account ganz gut mithalten 2. Überall das gleiche Profilfoto benutzen - erhöht den Wiedererkennungs-Faktor 3. Mit Amazon-Buchlisten kann man gut auf Google ranken und Kompetenz im Fachgebiet beweisen. Danke an alle Teilnehmer für die Anregungen!
  7. Feedback-Session Insgesamt gab es sehr, sehr wenig zu meckern, also haben wir ein bisschen auf hohem Niveau Verbesserungsvorschläge gesammelt:
    • die Sessions sollten nach Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet werden
    • eigentlich brauchen wir niemanden, der unser Geschirr abräumt - so viel Selbstständigkeit kann man wohl noch erwarten
    • die Ideen wiederholen sich - es wäre schön, wenn in Zukunft wieder mehr wirklich neue Themen dabei wären
    Danke an die Orga, vor allem Florian Bergmann, der ein wirklich tolles Barcamp auf die Beine gestellt hat. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!
*Warum diese Zahl was ganz besonderes ist, was 101010 mit dem Barcamp zu tun hat und warum so viele Nerds am Sonntag ein Handtuch dabei hatten, wird hier gezeigt und hier erklärt.
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