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Blog Action Day 2008: Armut und Liebe

Am Blog Action Day beteiligen sich heute über 10.000 Blogs, indem sie über das Thema Armut schreiben. Die Idee ist, dass jeder Blog aus einer ganz anderen Perspektive über das Thema berichtet und da es im be2 blog üblicherweise um Liebe geht, notieren wir hier ein paar Gedanken zu Armut und Liebe. In Liebessprüchen, Hollywood-Filmen und Kindermärchen ist Liebe immer das höchste Gut. Nach dem Motto "auch, wenn wir nichts haben, haben wir immer noch unsere Liebe" sind die Armen die Glücklichen, solange sie Liebe im Herzen tragen und einen Menschen haben, der sie liebt. Dafür wimmelt es in den selben Geschichten von armen Reichen, die zwar viel Geld, dafür wenig Liebe haben. Bis zu einem gewissen Grad trifft diese Disney-Philosophie auch zu: wahre Liebe kann man nun mal nicht kaufen und käufliche Liebe kann ziemlich armselig sein. Angesichts wirklicher Armut, die auf dieser Welt leider existiert, wirkt diese Armuts-Romantik allerdings fast zynisch. So wenig, wie man Liebe kaufen kann, ist es möglich, sich von ihr zu ernähren, mit ihr ein Dach über dem Kopf oder eine Schulbildung zu bezahlen. Andererseits fällt einem gerade, wenn man aus dem (pauschal gesagt) materiellen Westen kommt, auf, dass Menschen in ärmeren Ländern oft viel mehr Lebensfreude zeigen und ein liebevolleres Verhältnis zu Freunden und Familie an den Tag legen. Dagegen haben viele wohlhabende, erfolgreiche Menschen in westlichen Ländern schlicht keine Zeit für die Liebe. Sie sind zu beschäftigt, um Liebe zu suchen und Beziehungen zu pflegen. Und, wenn man den Begriff "Armut" mal relativ sieht und die momentane Finanzkrise betrachtet, in der viele vormals wohlhabende Menschen verdammt viel Geld verloren haben, zeigt sich, dass der Mensch, sobald er sich von Armut bedroht sieht (auch wenn Armut hier vielleicht nur bedeutet, eines der 5 Häuser und den Ferrari zu verlieren), nach Liebe oder zumindest nach menschlicher Nähe sucht. Vielleicht kann man sagen, dass Liebe Armut nicht schöner macht, dass Liebe nichts daran ändert, dass Armut nicht existieren sollte, es aber trotzdem tut und dass wir weiter daran arbeiten sollten, gegen Armut vorzugehen, dass Liebe aber wenigstens hilft, ein Leben in Armut erträglicher zu machen und dass Liebe vielleicht auch der erste Schritt zur Abschaffung von Armut ist.
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