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Experten-Tipps für Singles: Liebeskummer - Betrogen und verlassen worden

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Der be2 Blog schreibt über alle möglichen Themen rund um Liebe, Beziehungen und Partnervermittlung. Damit unsere Leser diese Themen auch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten können, haben wir Experten eingeladen, ihre Experten-Tipps für Singles mit uns zu teilen. Heute beschreibt Liebeskummerberaterin Marion Lang in ein Fallbeispiel aus ihrer Liebeskummer-Beratung, wie sie einer Frau helfen konnte, die betrogen und verlassen worden war.

Warum scheitern Beziehungen? Wo liegen die Gründe von Trennungen? Bei vielen Klienten, die mich persönlich oder telefonisch kontaktieren, wurden die Gründe ihrer Trennung ungenannt im Raum stehen gelassen. So ist ihr Liebeskummer gefüllt mit Selbstzweifeln, Schuldgefühlen, emotionalen Verletzungen und mangelndem Selbstvertrauen. Sie möchten Klarheit für ihr Problem, wollen das Scheitern verstehen und brauchen Hilfe, damit sie ihren Liebeskummer leichter verarbeiten können. Deshalb werde ich Ihnen heute von einem Fallbeispiel samt individuellem Beratungsangebot aus meiner Liebeskummer-Praxis berichten.

Trennungsgrund: Wenn der Partner die Liebe nicht mehr erwidert und andere Wege geht.

Es ist die Geschichte einer Klientin (Katharina, 45 Jahre, Grafikerin, Name wurde geändert):

Mein Mann und ich waren 10 Jahre ein Paar, 6 Jahre davon miteinander verheiratet. Wir waren glücklich, verstanden uns prima und hatten jede Menge Spaß miteinander. Nachdem wir es uns finanziell leisten konnten, investierten wir viel Geld in eine tolle Wohnung. Sie sollte uns als Wohlfühloase dienen. Alles schien perfekt, die große Liebe. Doch mit der Zeit veränderte er sich. Seine Sportabende wurden länger, auch die Freitagabende mit seinen Freunden dauerten bis lang in die Nacht hinein. Ja, er war am liebsten nur noch alleine unterwegs. Er wurde verschlossen und abweisend. Ich kam nicht mehr an ihn ran. Ich spürte diese zunehmende Entgleisung seiner Gefühle mir gegenüber und versuchte, ihn mit Klammern zurückzuhalten, doch jagte ich ihn dadurch nur noch weiter und schneller von mir weg.

Eines Tages sagte er zu mir, dass er mit mir nicht mehr so weiterleben könne. Er halte es nicht mehr aus und brauche eine zweimonatige Auszeit, um herauszufinden, was er wolle. In meiner Verzweiflung nahm er mich kurz in den Arm mit den tröstenden Worten: “Ich komme wieder, lass mir etwas Zeit“, anschließend ging er fort. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Schnell hatte es sich herumgesprochen, dass er ausgezogen war. Es dauerte nicht lange, so erfuhr ich auch den Grund seines Auszugs. Mein Mann hatte eine Andere. Er betrog mich damals als wir noch zusammenlebten, bereits länger als ein Jahr.

Wer ist diese Frau? Kenne ich Sie? Wer ist zu so etwas imstande?

Ich habe es herausgefunden. Es ist die Kosmetikerin meines Vertrauens, eine gute Bekannte. Stellen Sie sich vor, sie hat mir monatlich eine Wohlfühl-Gesichtsbehandlung verpasst, dabei hatte sie längst ein Verhältnis mit meinem Ehemann.

Lang: Hatten Sie etwas geahnt?

Klientin: Wenn ich ehrlich bin, so habe ich irgendeine Affäre vermutet, aber ich hatte Angst vor der Wahrheit, was wäre wenn er wirklich ...? Nein, ich wollte es gar nicht zu Ende denken. Stattdessen glaubte ich daran, ihn zu kennen und habe ihm vertraut, weil ich ihn liebte.

Lang: Was passierte anschließend?

Klientin: Ich traf mich nochmals mit ihm, wollte nun endgültige Klarheit und stellte ihn zur Rede. Er leugnete nicht, konnte mir kaum in die Augen sehen. Ich fragte ihn, wie es weitergehen sollte? Doch er antwortete nicht und sah mich traurig an. Ich fühlte mich so elend. Verzweifelt kam es aus mir raus: „Lass es uns doch nochmals versuchen und wir fangen von vorn an. Du kannst doch nicht einfach so alles wegwerfen! Wir hatten doch eine wunderbare Zeit miteinander! Kämpfe doch für uns beide!“ Seine nüchterne Antwort war: „Katharin, ich kann nicht kämpfen.

Dieser Tag war für mich der Schlimmste meines Lebens. Was habe ich falschgemacht, dass er mir so etwas antut?"

Meine Klientin kam ca. 4 Monate nach der Trennung zum ersten Mal zur persönlichen Beratung zu mir. Sie war vollbeladen mit Schuldgefühlen, Selbstzweifeln, aber auch mit einer ungeheuren Wut ihrem Mann und seiner Geliebten gegenüber.

Nachdem Sie mir ihre Geschichte ausführlich erzählt hatte, versuchte ich ihr klarzumachen, dass sie sich keine Schuldzuweisungen zu machen brauchte, weil seinerseits kein Interesse an einer Fortführung der Ehe, geschweige denn an Beziehungsarbeit, bestand. Mit seinen Worten, er könne nicht kämpfen, hatte er sich deutlich genug ausgedrückt.

Nur wenn beide Partner bereit sind, für positive Veränderungen in der Partnerschaft zu sorgen, hat die Partnerschaft eine Chance. Ansonsten muss man akzeptieren - so schwer es einem auch fällt - dass es sich nur um einen „Zeitabschnittspartner“ gehandelt hat.

Auch seine Aussage: „Lass mir etwas Zeit, ich komme wieder zurück“ war nur ein Fluchtversuch – der ihm auch gelang - um ein direktes Gespräch zu vermeiden. Er fühlte sich schuldig, war aber zu feige, um die Beziehung fair zu beenden. Mitleid ist keine Basis für eine Weiterführung der Beziehung, aber auch kein Grund, den Partner mit falschen Hoffnungen hinzuhalten und nimmt ihm außerdem die Möglichkeit, mit der inneren Trennung zu beginnen.

Des Weiteren riet ich ihr, Schuldzuweisungen an Dritte - in diesem Fall der Geliebten - sein zu lassen und sich nicht als Opfer zu sehen. Denn wäre es nicht die eine Geliebte gewesen, wäre es wahrscheinlich irgendeine andere geworden. Dieses Opfer-Täter-Spiel würde sie nicht weiter bringen. Es verhindert nur, den Partner loslassen zu können, sich von diesem ganzen Ballast zu befreien, um wieder glücklich und frei werden zu können.

Ein weiterer wichtiger Vorschlag, mit dem sich meine Klientin beschäftigen sollte, war eine Reise zu sich selbst. Auf die eigenen Gefühle und Wünsche zu hören und den Mut zu haben, sie auch zu leben. Sich selbst kennenzulernen mit all ihren Schwächen und Stärken und daran zu arbeiten. Es ist sehr wichtig herauszufinden, was man von seinem zukünftigen Leben erwartet, denn dies trägt viel dazu bei, positiver in die Zukunft zu blicken und mutiger neue Wege gehen zu können.

Das war die schwierigste Aufgabe für sie. Denn genau genommen hatte meine Klientin eigentlich noch nie wirklich auf ihre eigenen Bedürfnisse gehört. Sie hatte sich von Kindheit an - verursacht durch einen schweren Schicksalsschlag im Alter von 9 Jahren (Mutter plötzlich verstorben) - immer führen lassen und so ging es auch meist noch in der Partnerschaft, ja bis zur Trennung weiter. Sie war „sehr anpassungsfähig“ und stellte lieber ihre eigenen Bedürfnisse hinten an, um die Harmonie der Familie und später die der Beziehung nicht aufs Spiel zu setzen.

Meine Klientin musste vor allem lernen, gut für sich selbst zu sorgen und nun ihr eigener bester Freund zu sein. Denn ihre verletzten und traurigen Gefühle brauchten viel Verständnis und positive Zuwendung, um wieder heilen zu können. Nach ca. acht Monaten der Trennung hat sich meine Klientin dazu entschieden, alle Brücken abzubrechen, das heißt, die gemeinsame Wohnung samt Mobiliar wurde aufgegeben und sie kündigte ihren Job, obwohl er ihr viel Spaß machte. Aber sie wollte endgültig mit diesem Trauma abschließen und weg von all diesen schmerzenden Erinnerungen. Deshalb entschloss sie sich, wieder zurück zu ihren Wurzeln in die circa 300 km entfernte Heimatstadt zu ziehen, wo sie auch glücklicherweise schnell einen gleichwertigen Job in einem netten Team fand. Meine Klientin hatte sich während ihrer Ehe nur einen oberflächigen neuen zusätzlichen Freundeskreis zugelegt. Deshalb war es für Sie auch keine sehr große Überlegung, wieder zu ihren Wurzeln und den alten Freunden, die sie während ihrer Ehe niemals aufgab, zurückzukehren.

Erst kürzlich hat sie mir per e-Mail einige Zeilen geschrieben:

Liebe Frau Lang, erst hier in meiner Heimat, bei Familie und Freunden konnte ich zu mir finden. Bin Ihnen so dankbar für Ihre vielen tröstenden Worte und ihrer motivierenden Unterstützung. Immer wieder begleiten mich Ihre Worte in den Ohren: „Fühlen Sie ruhig öfters was Ihnen Ihr Bauchgefühl sagt. Gefühle können uns sehr viel über uns erzählen. Sie geben uns wichtige Impulse, um glücklicher werden zu können."

Bin noch immer Single, habe aber Gefallen daran gefunden, mich selbst zu verwöhnen, mir immer wieder etwas Gutes zu tun. Und so habe ich mir Anfang diesen Jahres einen Traum erfüllt: Ich war 1 Woche beim Wandern. Hätte nie gedacht, dass ich mir so eine Reise alleine zutrauen würde. 7 Tage Natur pur, es war eine für mich wichtige Herausforderung und herrlich befreiend.

liebeskummer-sprechstunde

Singles auf Partnersuche können sich von Marion Lang persönlich in der Liebeskummer-Sprechstunde unter der Liebeskummer-Hotline-Nr. 09005/051010* beraten lassen

* 1.24€ /Min. aus dem deutschen Festnetz. Tarife für Anrufe vom Handy oder anderen Netzen können abweichen. Mehr Informationen unter liebeskummer-sprechstunde.com

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